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MF Geschichte - Die Gründer

Massey Ferguson - damals und heute

 

Die Gründer

 

Mr. Ferguson

 

 

Mr. Massey

 

Mr. Harris

1847

Daniel Massey eröffnet im kanadischen Ontario eine Werkstatt für landwirtschaftliche Geräte. 

1857

Alanson Harris eröffnet ebenfalls in Ontario eine Gießerei und spezialisiert sich auf die Herstellung und Reparatur von landwirtschaftlichen Geräten.

1884

Harry Ferguson wird am 4. November 1884 geboren. Obwohl als Henry George Ferguson getauft, wird er Zeit seines Lebens mit Harry angesprochen. Harrys Geburtsort ist das kleine irisches Städtchen namens Growell. Es liegt im Staat Down, etwa 20 Kilometer vor Belfast. Schon in jungen Jahren zeigt Harry Begabung für Mechanik, hatte aber keine Neigung für die Landwirtschaft, ganz zum Missfallen seines Vaters.

1891

Massey und Harris fusionieren und gründen Massey Harris  

1901

Massey Harris führt seinen ersten Mähdrescher ein. 

1909

Harry Ferguson interessiert sich vor allem für die Fliegerei und konstruiert bald sein eigenes Flugzeug, so dass er am 31. Dezember 1909 als erster Brite auf Irland, der sein eigenes Flugzeug gebaut und geflogen hat, geehrt wird.

1914

Während des Ersten Weltkriegs (1914-18) besitzt und führt Harry Ferguson eine Werkstatt für Motoren, die "Harry Ferguson Ltd.". Er ist gleichzeitig Vertreter des amerikanischen Traktor- Fabrikanten Overtime. Das ist ohne Zweifel der Beginn der Geschichte von Harry Ferguson und den Traktoren.

1919

wird Ferguson von der britischen Behörde für Landwirtschaft angestellt mit der Aufgabe beauftragt:

"die Effizienz durch den Gebrauch von Traktoren in Irland zu steigern, mit dem Ziel, die Nahrungsproduktivität des Landes zu verbessern".

Für ihn war klar, dass das Hauptproblem in der komplizierten und schweren Konstruktion er Pflüge und Traktoren lag. Er entschloss sich, einen Pflug zu entwickeln, der besser sein sollte, als alle zu jener Zeit existierenden Modelle. Ferguson wendet sich sodann der Entwicklung des ersten mechanisch anhebbaren Pfluges zu, den er an einem umfunktionierten Ford T-Modell "Eros" anbaut, das Traktormodell des damaligen Autos von Ford.

1919

Ford T-Modell mit dem angebauten Pflug von Ferguson.
Es war ein zweifurchiger Pflug, der vom Heck des Traktors aus angehoben werden konnte. Zwei Gleichgewichtsfedern erlaubten das leichte Anheben und Senken durch einen Hebel, der sich neben dem Fahrersitz befand.

1930

entschloss sich Ferguson, seinen eigenen Traktor zu entwerfen und zu bauen, den er 1933 in Belfast in seiner Werkstatt montiert. Dieser Traktor wird mit einem vollständigen Ferguson Hebekontrollsystem bestückt, das nicht angebaut, sondern direkt eingebaut wird, damit die volle Zugkraft des Traktors genutzt werden kann. Voraussetzung ist die Benutzung der Spezialgeräte zur Ferguson'schen Dreipunktebefestigung.

1933

Ferguson's Black Traktor
Gebaut um die Vorteile des Ferguson System zu demonstrieren. Dieser Prototyp wird bereits in Einheiten konstruiert, die man in die Teile Motor, Kupplungsgehäuse, Getriebe und Heckachsen, zwei geflanschte Achstrompeten, gliedern kann. Der Motor kann mit Benzin oder mit Kerosin betrieben werden.

1938

Die Präsentation eines Modells mit dem Pflug von Harry Ferguson im Hause Ford in Fairlane, bahnte den Weg zum berühmten "Handshake Agreement". Dieser Handschlag setzte voraus, das Ford Traktoren mit der Ferguson Hydraulik produzieren und dass Ferguson sie über seine eigene Verkaufsorganisation vermarkten durfte. Fords und Fergusons Entwicklerteam hatte den Vorteil modernsten Wissens und so konnte der wirkliche Vorbote des zukünftigen Traktors, der „Ford Ferguson 9N" entworfen werden.

Entwicklung des weltweit ersten serienmässig produzierten selbstfahrenden Mähdreschers, dem MH Nr. 20.

1946

begann er die ersten "Ferguson TE-20" Taktoren (TE für Tractor England) in Banner Lane (Coventry) England zu bauen.

Während es 1946 lediglich 314 waren, konnten 1947 schon über 20.000 Stück verkauft werden. Sein Erfolg mit dem TE-20 in Europa war dann so groß, dass er 1948 im amerikanischen Detroit mit der Produktion des TO-20 (TO für Traktor Oversea) dem Ebenbild des TE-20 begann: Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte die Fahrzeugindustrie wegen der zurückgehenden Kriegsproduktion nach neuen Projekten. So fand Harry Ferguson in Banner Lane Coventry das passendes Unternehmen, die der Firma Standard Motor Car gehörte.

Ein weiteres Problem war, dass der Traktor mit Benzin arbeitete. Benzin war 1946 immer noch eine rationierte Ware. Erst 1950 wurden die letzten Einschränkungen gelockert, so dass ausreichend Treibstoff für die Landwirtschaft zur Verfügung stand. Für Benzin musste aber weiterhin ein Aufschlag gezahlt werden; für Öl nicht. Dieser Umstand machte die TVO-Traktoren (Tractor Vaporising Oil = Traktor mit Öldampfverbrennungsmotoren) interessant. Harry Ferguson war immer gegen eine Billigtreibstoffvariante. Als sich der Heimmarkt für Traktoren allmählich öffnete, nahm er den TED-20 in seine Reihe auf. 1949 hatte sich der TED auf dem Markt etabliert und so führte Harry Ferguson 1950 auch den TEH-20 ein, der mit Petrol (Lamp Oil, Null Oktan) betrieben werden konnte.

1953

Fergusons Erfolg war groß und die Patentanmeldungslisten waren voll von seinen kleinen und großen Erfindungen. Ferguson hielt nichts davon, seine Firma einer ungewissen Zukunft zu überlassen.
Auf der Suche nach einem Käufer seiner Firma und den Patentrechten - der Verkauf war mit der Bedingung verknüpft, dass sein Name weiter bestehen blieb - stieß er auf die kanadische Firma Massey Harris.
Dieser renommierte Hersteller von landwirtschaftlichen Geräten, dem der Einstieg in die Traktorenproduktion schon zweimal missglückte, sah die Vereinbarung mit Ferguson als Chance, dies beim dritten Anlauf zu schaffen. So kam es, dass 1953 die Firma Massey Harris Ferguson entstand, die sich dann 1956 kurz Massey Ferguson (MF) nannte und bis heute bestehen konnte. Während der Blütezeit des TE-20 dachte niemand daran, dass dieser Traktor jemals ersetzt werden könnte. Über eine halbe Million grauer Fergies wurden zwischen 1946 bis 1956 verkauft, die größte Traktorenproduktion die Grossbritannien zu dieser Zeit erlebte.

1957

Das Dreieckslogo von Massey Ferguson tritt zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung.

1958

Amtliche Eintragung des neuen Unternehmens Massey Ferguson

1958

Markteinführung des Traktors MF 65 mit 50,5 PS.

1959

Übernahme des Dieselmotorenherstellers F. Perkins Limited.

1960

Eröffnung des Traktorenwerks im französischen Beauvais.

1962

Einführung des Multipower-Getriebes.

1964

Einführung der Baureihe MF 100 (die "Red Giants" mit 45 - 66 PS.

1970

Der MF 135 ist mit über 350.000 Maschinen der am meisten verkaufte Traktor von MF.

1972

Markteinführung des größten Mähdreschers in ganz Nordamerika, des MF 760.

1973

Es herrscht ein noch nie da gewesener Bedarf an Landmaschinen. Der Absatz der MF-Traktoren steigt um 80 %.

1976

In den MF-Werken weltweit werden 193.300 Traktoren gefertigt.

1977

Einführung des MF PowerFlow-Schneidwerks.

1978

Einführung der elektronischen Hubwerksregelung

1980

Einführung von MF Powerpart.

1986

Markteinführung der Baureihe MF 3000 - den weltweit ersten "intelligenten" Traktor.

1987

MF ist seit 25 Jahren ununterbrochen der absatzstärkste Hersteller von Landwirtschaftstraktoren in der westlichen Welt.

1990

Geburtsstunde des europäischen Lagersystems.

1991

Einführung der Ertragskartierung für MF-Mähdrescher.

1994

Massey Ferguson wird von der US-amerikanischen AGCO Corporation übernommen.
AGCO hat Produktionsstandorte auf der ganzen Welt, Beauvais (Frankreich), in Randers (Dänemark), in Canoas und Santa Rosa (Brasilien) und in Kansas (USA).

2003-

2007

Erneuerung des gesamten Traktorsortiments von MF - es werden zwölf neue Baureihen im Leistungsbereich von 19 - 315 PS eingeführt.

2004

Der MF 8480 erhält die Auszeichnung "Euopean Tractor of the year".

2007

Im Werk in Beauvais wird der 50.000 Traktor der neuen Hightech Baureihen MF 5400/6400/7400/8400 gefertigt.

2008

 

50. Geburtstag der Marke Massey Ferguson

Im Mai fanden in Frankreich Feierlichkeiten für Vertriebe und Händler aus 65 Ländern statt. Dabei wurde ein neues Werbedesign mit einer Beschreibung der Marke Massey Ferguson in acht Schlagwörtern vorgestellt: Vision, Innovation, Kompetenz, Qualität, Zuverlässigkeit, Vertrauen, Erfolg und Verpflichtung.

2008 wurden die Spezialtraktoren der Baureihe MF 3600, sowie die Mähdrescher Activa S und Centora vorgestellt..

Im September war ein weiterers Highlight die Präsentation des MF 8690 als neuer Traktor.

Im November 2008 eröffnete Massey Ferguson das neue Technologiezentrum in Beauvais.


 
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